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	<title>Familienbund im Bistum Essen &#187; Pastorales</title>
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		<title>Jesus in der Familie</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2018 17:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Familienbund Essen]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Weihnachtsbetrachtung von Pastor Georg Späh Geistlicher Beirat des Familienbundes der Katholiken im Bistum Essen Dass man Weihnachten feiern kann ohne auch nur das Geringste von Gott, Jesus und Kirche zu halten, beweisen alle Jahre wieder und dies seit geraumer Zeit unzählige Zeitgenossen. Viel christliches Brauchtum um Weihnachten herum ist seines ursprünglichen Sinnes beraubt und vagabundiert heimatlos in der Fremde [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">Eine Weihnachtsbetrachtung von Pastor Georg Späh</span><br />
<span style="color: #008000;"> Geistlicher Beirat des Familienbundes der Katholiken im Bistum Essen</span></p>
<p style="text-align: justify;">Dass man Weihnachten feiern kann ohne auch nur das Geringste von Gott, Jesus und Kirche zu halten, beweisen alle Jahre wieder und dies seit geraumer Zeit unzählige Zeitgenossen. Viel christliches Brauchtum um Weihnachten herum ist seines ursprünglichen Sinnes beraubt und vagabundiert heimatlos in der Fremde des Kommerzes und der jahresendzeitlichen Gefühlsseligkeit herum.<br />
Ein Muslim gerät während der Weihnachtszeit zufällig in eine christliche Kirche mit geschmückten und beleuchteten Tannenbäumen: Na sowas, denkt er kopfschüttelnd, selbst die Christen haben jetzt schon Weihnachtsschmuck in ihren Kirchen!</p>
<p style="text-align: justify;">Dass man allerdings auch Christ sein könnte ohne Weihnachten zu feiern, mag dagegen schon mehr verblüffen. Tatsächlich kam das Weihnachtsfest erst im vierten Jahrhundert auf, was nichts anderes heißt als dass die Christenheit drei Jahrhunderte kein Weihnachten gefeiert hat, - wohl aber Ostern und Pfingsten. Von der Geburt Jesu erzählen ja auch nur zwei von fünf Schriften des Neuen Testamentes, die das irdische Leben Jesu im Blick haben: nämlich das Matthäus- und das Lukasevangelium. Die Briefe des Apostels Paulus, das Markusevangelium und das Johannesevangelium geben darüber keine Auskunft. Dennoch ist seit dem vierten Jahrhundert die Weihnachtsgeschichte das am meisten dargestellte Motiv in der christlichen Kunst, - ungeachtet der Tatsache, dass sie in der Bibel nur einige wenige Seiten füllt.<br />
Das, was über Jesus zu wissen für Christen notwendig ist, ist tatsächlich nicht in erster Linie die Vorgeschichte seiner Geburt, seine Geburt selbst und was in seiner Kindheit geschah. Wichtig für unseren Glauben ist, was Jesus gelehrt hat; dass er Kranke geheilt, Tote auferweckt hat und Sündern vergeben hat; dass er mit seinen Jüngern vor seinem Leiden das Mahl hielt und ihnen auftrug, dies immer wieder zu seinem Gedächtnis zu tun; dass er in Treue zu seinem Vater und seiner Botschaft Leiden und Tod am Kreuz auf sich nahm und als wahrer Gott und wahrer Mensch nicht im Tod blieb, sondern ins Leben an der Seite seines Vaters und des Hl. Geistes auferstand.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen diese Wucht, die den Kern des christlichen Glaubens bildet, verblasst die Botschaft von Weihnachten sichtlich. Und doch würde dem Christentum ohne die Weihnachtsgeschichten des Matthäus- und Lukasevangeliums etwas fehlen, das durchaus auch nicht nebensächlich ist.  irgendwo sonst in den biblischen Schriften kommt Jesus uns so nahe, tritt er so in unsere irdische Wirklichkeit wie als Kind. Wenn Gott es wirklich ernst meinte mit seiner Menschwerdung, wenn es stimmt, dass Gott sich wirklich kompromisslos eingelassen hat auf diese Welt mit ihren Schönheiten und Abgründen, - dann konnte er das nur im vollem Sinne als Kind tun. Nur im Kindsein wird Gott durch und durch Mensch und lehrt dadurch die Menschen, wie sie vor Gott sein sollen: seine Kinder, die im letzten alles von ihm erwarten wie Kinder von ihren Müttern, ihren Vätern. Jesus als Kind: Jesus kommt nicht aus dem Nichts, sondern er hat eine konkrete Herkunft, wie sein im Matthäusevangelium überlieferter Stammbaum belegt. Er ist geboren und aufgewachsenen in einer ganz gewöhnlichen menschlichen Familie. Heute empfinden wir seine Familie übrigens als sehr viel normaler als die<br />
Menschen früherer Zeiten sie eigentlich hätten empfinden müssen: eine Patchworkfamilie, wo der Vater nicht der Vater ist und die Mutter den Vater nicht nennen kann.<br />
Alles das ist von einer natürlichen Menschlichkeit, einer vollkommen unpreziösen Alltäglichkeit, die schon von allem Anfang an zeigt, was Gott will: in der Menschwerdung seines Sohnes ganz einer von uns zu sein. Gott schert sich offenbar wenig darum, in bürgerlich geordneten Verhältnissen zu leben. Das macht nachdenklich; eine Nachdenklichkeit, die uns ohne die weihnachtlichen Kindheitsgeschichten gar nicht treffen würde.<br />
Gewiss sind die farbenprächtigen Geschichten aus dem Matthäus- und Lukasevangelium keine Berichte in einem historischen Sinne. Sie sind vielmehr Glaubensaussagen; Glaubensaussagen, die das wirkliche Gottsein und Menschsein Jesu herausstellen wollen. Und zum Menschsein gehören Geburt und Kindheit und im Idealfall eine Familie, wie immer die aussieht. Ohne dass wir über sein Kindsein innerhalb einer Familie wissen würden bliebe Jesus immer ein wenig abgehoben und fremd.<br />
Und was wäre, ohne dass wir in der Bibel hören und lesen könnten von der Geburt Jesu, einer der schönsten und hoffnungsvollsten Weihnachtssätze überhaupt, das Wort des Dichters Werner Bergengruen:</p>
<p style="text-align: center;">Von einem<br />
neugeborenen Kinde,<br />
mit dem ja jedesmal<br />
ein Stück Welt von vorne beginnt,<br />
geht etwas aus,<br />
das jedes unverbildete<br />
und unverhärtete Gemüt<br />
zur Ergriffenheit stimmt<br />
und es beglückt der Fülle<br />
aller menschlichen Möglichkeiten<br />
innewerden lässt.</p>
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		<title>&#8220;Gemeinsamer Kommunionempfang für konfessionsverschiedene Ehepaare&#8221; &#8211; ein Kommentar von Pastor Georg Späh</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 12:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Familienbund Essen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christlicher Beirat]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie im Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Familienbund Bistum Essen]]></category>
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		<description><![CDATA[In seinem neuen Kommentar geht der Geistlicher Beirat des Familienbundes der Katholiken im Bistum Essen, Pastor Georg Späh, auf den Gemeinsamen Kommunionempfang für konfessionsverschiedene Ehepaare ein: Bei Elternabenden im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung wird öfters die Frage gestellt, ob evangelische Partner in konfessionsverschiedenen Ehen kommunizieren dürfen. Dies ist bisher offiziell nicht erlaubt. Der Würzburger Kirchenrechtler Heribert Hallermann hat [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr" style="text-align: justify;">In seinem neuen Kommentar geht der Geistlicher Beirat des Familienbundes der Katholiken im Bistum Essen, Pastor Georg Späh, auf den <span style="color: #339966;">Gemeinsamen Kommunionempfang für konfessionsverschiedene Ehepaare<span style="color: #000000;"> ein:</span></span></p>
<p dir="ltr" style="text-align: justify;"><span style="font-size: 1rem;">Bei Elternabenden im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung wird öfters die Frage gestellt, ob evangelische Partner in konfessionsverschiedenen Ehen kommunizieren dürfen. Dies ist bisher offiziell nicht erlaubt. Der Würzburger Kirchenrechtler Heribert Hallermann hat dazu in der theologischen Zeitschrift Herder Korrespondenz (Mai 2017, S.25 und 26) Stellung genommen. Ich stelle die wichtigsten Aussagen des Artikels vor. <strong><span style="color: #008000;"><a title="Gemeinsamer Kommunionempfang für konfessionsverschiedene Ehepaare" href="http://familienbund-essen.de/termine/gemeinsamer-kommunionempfang-fuer-konfessionsverschiedene-ehepaare/"><span style="color: #008000;">weiterlesen</span></a></span></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum. Eine Buchbesprechung</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2016 17:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Familienbund Essen]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer das Gruseln lernen will, muss sich nicht zwangsläufig Horrorfilme ansehen. Man kann auch das Buch von Arnold Angenendt, Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum lesen. Da kann man genug ins Gruseln kommen und man bildet sich noch dabei. Was der stets äußerst akribisch recherchierende Kirchengeschichtler in seinem von Fachleuten hoch gelobten Buch über gelebte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_380" style="width: 247px" class="wp-caption alignright"><a href="http://familienbund-essen.de/wp-content/uploads/2016/12/978-3-402-13146-6_g.jpg"><img class=" wp-image-380" alt="978-3-402-13146-6_g" src="http://familienbund-essen.de/wp-content/uploads/2016/12/978-3-402-13146-6_g-196x300.jpg" width="237" height="364" /></a><p class="wp-caption-text">Buchcover: Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wer das Gruseln lernen will, muss sich nicht zwangsläufig Horrorfilme ansehen. Man kann auch das Buch von Arnold Angenendt, <span style="color: #008000;"><i>Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum </i></span>lesen. Da kann man genug ins Gruseln kommen und man bildet sich noch dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Was der stets äußerst akribisch recherchierende Kirchengeschichtler in seinem von Fachleuten hoch gelobten Buch über gelebte und verdrängte Sexualität aus Vergangenheit und Gegenwart zusammengetragen hat, lässt einem zwischen Grauen und Ekel, Unverständnis und Entsetzen schwanken.</p>
<p style="text-align: justify;">Angenendts großes Verdienst ist es, dass er mentalitäts- und sozialgeschichtliche Ansätze in die deutsche Geschichtsschreibung eingeführt hat. Diese Arbeitsweise prädestiniert ihn in besonderer Weise für ein solches Themenfeld. <em><span style="color: #008000;"><a href="http://familienbund-essen.de/wp-content/uploads/2016/12/Buchbeschreibung-Ehe-Liebe-und-Sexualität-im-Christentum.pdf"><span style="color: #008000;">weiterlesen</span></a></span></em></p>
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		<title>„Keine Randthemen“ – Kommentar von Pastor Georg Späh</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2015 07:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[FamilienbundEssen]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Familienbund Bistum Essen]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus dem Pfarrbrief der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt, Gelsenkirchen, veröffentlichten wir folgenden Kommentar von Pastor Georg Späh: Im Zusammenhang mit dem Referendum in Irland über die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare vom 26. Mai dieses Jahres erinnert der FAZ-Redakteur Daniel Deckers an das an sich hinlänglich bekannte Faktum, wie groß die Kluft ist zwischen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus dem Pfarrbrief der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt, Gelsenkirchen, veröffentlichten wir folgenden Kommentar von Pastor Georg Späh</em>:</p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Referendum in Irland über die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare vom 26. Mai dieses Jahres erinnert der FAZ-Redakteur Daniel Deckers an das an sich hinlänglich bekannte Faktum, wie groß die Kluft ist zwischen den lehramtlichen Verlautbarungen der Kirche zu Sexualität und Ehe und der Praxis der Katholiken selbst. <span id="more-225"></span>Die Gläubigen fühlten sich längst mehr ihrem Gewissen als den Weisungen der Kirche verantwortlich. Das schließt nach der klassischen Lehre vom „informierten Gewissen“ eine Auseinandersetzung mit den Weisungen des Lehramtes nicht aus, sondern ein. Und Deckers gibt zu bedenken: Wenn sie (der Papst und die Bischöfe) nicht einmal mehr das gläubige Volk hinter sich wissen können, warum sollen ihre Argumente in Politik und Gesellschaft noch verfangen?<sup><a id="anker1" title="Zur Erläuterung" href="#fn1">[1]</a></sup></p>
<p>Deckers legt damit den Finger in die Wunde. Zurecht. Sexualität, Ehe und Familie sind keine Randthemen. Sie gehen jeden Katholiken unmittelbar an. Darum ist es katastrophal, wenn offizielle Lehre und Lebenspraxis so weit auseinander klaffen. Und das seit einem halben Jahrhundert. Darüber darf eigentlich niemand großzügig oder beruhigt hinwegsehen.</p>
<p>Deckers Kommentar hätte man auch bereits in den 1970er Jahren schreiben können, als die Empörung zahlloser Katholiken über die so genannte „Pillenenzyklika“ Paul VI., die eigentlich Humanae Vitae heißt, hochschlug. Es ist verstörend, wie wenig in einem langen halben Jahrhundert auf diesem Gebiet von Seiten der römischen Zentrale geschehen ist. Genau genommen ist nichts geschehen.</p>
<p>Nun hat Papst Franziskus im Oktober vergangenen Jahres die Dritte Außerordentliche Vollversammlung der Bischofssynode zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ einberufen. Doch die Fronten unter den Bischöfen sind schon jetzt verhärtet. Viele Stimmen, darunter auch Bischof Overbeck, haben die Erwartungen an die Bischofssynode gedämpft. Es seien keine Wunder zu erwarten, sagte Overbeck im Mai auf einer Tagung in der Wolfsburg.</p>
<p>Es scheint zu den grundlegenden Problemen zwischen den Bischöfen der Weltkirche und dem so genannten Kirchenvolk zu gehören, dass die einen ein Ideal, eine Idee von Ehe und Familie vor Augen haben, von deren Grenzen die, die dies leben müssen, aus schmerzlicher Erfahrung wissen. Darum sagt Papst Franziskus mit recht: Die Realität ist wichtiger als die Idee.</p>
<p>Der Mainzer Moraltheologe und Eheberater Jochen Sautermeister weist darauf hin: <em>Selbst Ehepartner bleiben im Laufe ihres Lebens vieles einander schuldig und der Auftrag gegenseitiger Heiligung und Ganzhingabe bleibt fragmentarisch eingelöst… Insofern die Verletzlichkeit menschlicher Beziehungsgestaltung für alle Lebensformen gilt, vereint sie alle Menschen in ihrer gefährdeten Sehnsucht nach Beziehungen, die von Liebe, Vertrauen, Verbindlichkeit und Verantwortung getragen sind.</em><sup><a id="anker2" title="Zur Erläuterung" href="#fn2">[2]</a></sup></p>
<p>Doch wenn es eine christliche Hoffnung gibt, dass Scheitern und Schuld nicht das letzte Wort haben, selbst wenn das moralische Ideal von Ehe und Familie nicht oder nicht mehr eingelöst werden kann, dann muss auch gelten, dass jede Lebensgeschichte – so vielfach gebrochen sie auch sein mag – für die Spuren der Gegenwart Gottes offen ist.</p>
<p>Überall da, wo Menschen Werte wie Treue und Verlässlichkeit, Fürsorglichkeit und Zärtlichkeit, Achtung von Freiheit und partnerschaftlicher Gleichheit, Verantwortung, Verbindlichkeit und elterliche Sorge leben, verwirklichen sie zumindest annäherungsweise etwas von der sich im sakramentalen Zeichen der Ehe mitteilenden Liebe des Dreifaltigen Gottes.</p>
<p>Somit sind alle zwischenmenschlichen Gemeinschaften, die von diesen Werten tatsächlich geprägt sind, Orte, die etwas sichtbar und erfahrbar machen von der Liebe Gottes.</p>
<p>Hier läge ein Ansatz, auch nichteheliche partnerschaftliche und familiäre Gemeinschaften von der lehramtlichen Diskriminierung zu befreien, mit der sie derzeit noch behaftet sind.</p>
<p>Georg Späh</p>
<h3>Anmerkungen</h3>
<ul>
<li id="fn1"><a href="#anker1">[1]</a> Daniel Deckers, Eine Niederlage für die Kirche; in Frankfurter Allgemeine Zeitung; Donnerstag, 28. Mai 2015; Nr. 121/22D1 S. 1</li>
<li id="fn2"><a href="#anker2">[2]</a> Jochen Sautermeister, Das Prozesshafte in der Lebensführung; in Herder Korrespondenz Mai 2015, S. 233</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Antrittsbesuch bei Weihbischof Zimmermann</title>
		<link>http://familienbund-essen.de/antrittsbesuch-bei-weihbischof-zimmermann/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2015 11:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Familienbund Essen]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 05.02.2015 statteten die beiden Vorsitzenden des Familienbundes der Katholiken im Bistum Essen, Alfons Fiedler und Andreas Kühn, dem neuen Weihbischof Wilhelm Zimmermann einen Besuch ab, um über den Familienbund zu informieren und sich über pastorale Anliegen auszutauschen. Dabei stand die aktuelle Migranten- und Flüchtlingssituation des Bistums im Vordergrund.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 05.02.2015 statteten die beiden Vorsitzenden des Familienbundes der Katholiken im Bistum Essen, Alfons Fiedler und Andreas Kühn, dem neuen Weihbischof Wilhelm Zimmermann einen Besuch ab, um über den Familienbund zu informieren und sich über pastorale Anliegen auszutauschen. Dabei stand die aktuelle Migranten- und Flüchtlingssituation des Bistums im Vordergrund.</p>
<div id="attachment_109" style="width: 4330px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://familienbund-essen.de/wp-content/uploads/2015/02/SAM_0795.jpg"><img class="size-full wp-image-109    " title="Antrittsbesuch" alt="von links:  Andreas Kühn Geschäftsführer, Weihbischof Wilhelm Zimmermann, Detlef Schneider-Stengel Referent, Alfons Fiedler Vorsitzender" src="http://familienbund-essen.de/wp-content/uploads/2015/02/SAM_0795.jpg" width="4320" height="3240" /></a><p class="wp-caption-text">von links:<br />Andreas Kühn (Geschäftsführer Familienbund Essen), Wilhelm Zimmermann (Weihbischof), Detlef Schneider-Stengel (Referent des Weihbischofes), Alfons Fiedler (Vorsitzender Familienbund Essen)</p></div>
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